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Innovationsfonds Forschung der Uni Freiburg - Erarbeitung einer Datenbank: Lexikon der Gegenstände aus der griechischen Komödie

Projektleitung:
 
Mitarbeit:
• Dr. Virginia Mastellari
• M.A. Beatrice Gavazza
• Leon Glaser
 
Das Projekt soll eine Vorreiterrolle in der Anwendung der digitalen Technologien auf die Klassische Philologie übernehmen. Dabei handelt es sich um keinen Selbstzweck: Die Verbindung von einem digitalen Ansatz und der Kommentierung der antiken Texte vermag ein enormes Deutungspotential freizulegen, so dass ein fundamental neuer Blick auf die Terminologie und Fachterminologie eröffnet wird, aus dem sich auch Perspektiven für weitere Studien entwickeln lassen. Aufgrund der interdisziplinären Verortung im Bereich der Enzyklopädie der materiellen Gegenstände ist der Rahmen zunächst einmal weit gesteckt, so dass sich Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Disziplinen ergeben, die reizvolle Quervergleiche sowohl mit archäologischen Befunden als auch geschichtlichen Kontexten (militärbezogene, wirtschaftliche, artistische Gegenstände) und so einen interkulturellen und globalgeschichtlichen Blick auf Kontinuitäten und Brüche in menschlichen Verhaltensmustern ermöglichen.
           
Um die Enzyklopädie der vom Menschen produzierten Gegenstände auf der Basis des Materials, das die griechischen Komödie zur Verfügung stellt, zu verfassen, werden die schon erstellten Indices zu den Bänden der Kommentare der Fragmente der griechischen Komödie (Projektleitung: Prof. Dr. B. Zimmermann, Verlag Antike Heidelberg und Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen, 2013 bis heute) herangezogen. 23 Bände sind seit dem Jahr 2013 erschienen, noch 6 sind momentan im Druck, aber man kann sie schon im pdf-Format benutzen (vgl. http://www.komfrag.uni-freiburg.de/baende_liste).
Als Basis für die Aufstellung der Datenbank wird das CIDOC (Conceptual Reference Model) angenommen, das eine erweiterbare Ontologie für Begriffe und Informationen im Bereich des Kulturerbes bietet und für unsere Materialien nützlich sein soll. Es ist auch eine Norm (ISO 21127:2014) für den kontrollierten Austausch von Informationen im Bereich des kulturellen Erbes; unter anderem kann das Modell der Datenbank der Enzyklopädie der vom Menschen produzierten Gegenstände auf dem Material der alten griechischen Komödie in der Zukunft von Archiven, Bibliotheken und Museen zur Verbesserung der Verfügbarkeit von Wissen angewandt werden. Um die Einträge in der Datenbank richtig zu bekommen, wird das sogenannte Lemon-Modell (Lexicon Model for Ontologies) verwendet, das auf dem Prinzip semantics by reference basiert. Die Bedeutung jedes Lexikoneintrags wird bestimmt durch Referenz durch eine ontologische Klasse, Eigenschaft oder Individuum, und das Vokabular, um (lexikalische) Semantik zu beschreiben, ist das Vokabular einer Ontologie.
 
Das Ziel des Projekts ist es somit, das bisher bestehende Forschungsprojekt mit Nachdruck im interdisziplinären Dialog weiterzuentwickeln, Fragestellungen und methodische Ansätze zu optimieren sowie das enormen Potential der interdisziplinär angelegten Thematik angemessen zu erschließen.
 
 
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