Einladung zur Mitarbeit
Seit dem 1. Januar 2011 besteht am Seminar für Klassische Philologie als Außenstelle der Heidelberger Akademie der Wissenschaften eine Arbeitsstelle „Kommentierung der Fragmente der griechischen Komödie“ (KomFrag; link).
Ziel des Projekts ist es, die Fragmente der griechischen Komödie seit dem 5. Jahrhundert v. Chr., die in den acht umfangreichen Bänden der Poetae Comici Graeci (hrsg. von Rudolf Kassel und Colin Austin, Berlin – New York 1983ff.) ediert sind, durch Kommentare zu erschließen und damit das einseitige, vorwiegend durch die teilweise erhaltenen Autoren Aristophanes und Menander bestimmte Bild der Geschichte der griechischen Komödie zu korrigieren und zu ergänzen. Die Aufarbeitung des umfangreichen Materials verspricht neue Erkenntnisse zur Sprache und Technik der Komödie, zur Titelbildung, zu Fragen der Intertextualität, zu literatursoziologischen Aspekten und zur Entwicklung des Literaturbetriebs (Inszenierung, gesellschaftliche Stellung der Dichter, Finanzierung, Distribution der Werke), zur politischen Funktion der Gattung (u.a. auch zur Prosopographie,), zur Überlieferungsgeschichte und zum Schulbetrieb der Antike bis in die byzantinische Zeit, zur Wissenschaftsgeschichte seit der antiken Kommentierungstätigkeit, die in den umfangreichen Scholien bezeugt ist, sowie zum Bereich der Sacherklärungen, der sog. Realien.
Das Projekt ist stellenmäßig mit zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern (Prof. Dr. A. Bagordo, Dr. Christian Orth) und zwei Doktoranden/Doktorandinnen ausgestattet. Die Leitung und Verantwortung für das Projekt liegt bei Prof. Dr. Bernhard Zimmermann, der von einem wissenschaftlichen Beirat unterstützt wird, bestehend aus Prof. Dr. G.W. Most, Prof. Dr. H.-G. Nesselrath, Prof. Dr. S.D. Olson und Prof. Dr. A.H. Sommerstein.
Wir laden alle, die an der Kommentierung von Komödienfragmenten interessiert sind, zur Mitarbeit am KomFrag-Projekt ein. Wenn Sie an einem bestimmten Komödienautor (siehe Liste) interessiert sind, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.
Für die Mitarbeit in der Projektgruppe KomFrag sind folgende Bedingungen einzuhalten:
- der Autor, der kommentiert werden soll, wird mit der Leitung des Projekts abgesprochen;
- der Kommentar kann in den folgenden Sprachen geschrieben werden: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch;
- für das Manuskript (in Format .odt, .doc oder .docx) sind nur die folgenden Unicode Schriftarten zulässig: Palatino Linotype, KadmosU, Gentium Plus oder Linux Libertine;
- der Kommentar folgt den allgemeinen Richtlinien, die für die ganze Reihe maßgeblich sind (siehe dazu die "Hinweise zur Struktur der Kommentare");
- vor Beginn der Mitarbeit sind ca. 10 Probeseiten vorzulegen (die Leseprobe soll persönlich an Herrn Prof. Zimmermann geschickt werden);
- die Forschungsergebnissen werden in Freiburg zwei- bis dreimal zur Diskussion gestellt, Reise- und Aufenthaltskosten übernimmt das Projekt, ein Honorar wird nicht bezahlt;
- vor der Drucklegung wird der Kommentar dem wissenschaftlichen Beirat vorgelegt, der über die Publikation entscheidet und dessen Anregungen, Kritik etc. zu berücksichtigen sind;
- die Bände erscheinen in einer von der Heidelberger Akademie finanzierten Reihe.
Welche Komödiendichter im Rahmen des Projekts schon kommentiert worden sind oder gerade kommentiert werden, lässt sich der Liste entnehmen, die eine Übersicht über die geplanten Bänden gibt.
